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Opportunitätskosten

78.295 Euro.

Die Rechnung, die niemand stellt. Dreihundert Stunden mal vierzig Euro.

78.295 Euro. Da steht sie, gelb hinterlegt, am Ende der Tabelle. Das Kind schläft. Die Mama hält Kamillentee. Ich starre auf die Zahl.

Aber die Zahl lügt. Nicht weil sie falsch ist - jeder Posten ist recherchiert, jede Quelle geprüft, jedes Datenblatt archiviert. Sie lügt, weil sie etwas verschweigt. Die dreihundert Stunden.

Dreihundert Stunden Eigenarbeit. Rostschutz, Dämmung, Elektrik, Möbelbau. Dreihundert Stunden, in denen ich hätte arbeiten können. Programmieren. Kunden beraten. Rechnungen schreiben. Dreihundert Stunden mal vierzig Euro Stundenlohn. Zwölftausend Euro.

Warum tauchen Opportunitätskosten in keiner Ausbau-Kalkulation auf?

Die stehen in keiner Tabelle. Die tauchen in keiner Kalkulation auf. Die sagt dir keiner im Forum, wenn du fragst "Was kostet ein Selbstausbau?" Die Antwort ist immer nur Material. Nie Zeit. Nie die Abende am Esstisch, die Wochenenden in der Garage, die Nächte mit Schleifpapier und Grundierung statt mit der Familie auf dem Sofa.

Die Mama weiß das. Sie sagt es nicht. Sie muss es nicht sagen. Sie stellt den Kamillentee hin und schaut auf die gelbe Zeile und wartet.

Du weißt nichts von Opportunitätskosten. Du kennst kein Konzept von entgangenem Gewinn. Du weißt nur, dass Papa seit Wochen am Esstisch sitzt und nicht mit dir rausgeht. Das ist deine Opportunitätskosten-Rechnung. Und deine ist ehrlicher als meine.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Opportunitätskosten beim Wohnmobil-Selbstausbau?

Opportunitätskosten sind der entgangene Gewinn durch die Zeit, die man in den Ausbau investiert statt in bezahlte Arbeit. Bei 300 Stunden Eigenleistung und 40 Euro Stundenlohn sind das 12.000 Euro, die in keiner Materialkostenrechnung auftauchen.

Wie viele Stunden kostet ein Wohnmobil-Selbstausbau?

Ein typischer Camper-Ausbau erfordert 150 bis 250 Stunden Eigenarbeit. Neben einem Vollzeitjob bedeutet das 3 bis 5 Monate Abende und Wochenenden in der Garage. Je nach Komplexität - etwa bei vollständiger Elektrik oder Möbelbau - kann der Aufwand auch deutlich höher liegen.

Lohnt sich ein Selbstausbau finanziell?

Bei reinen Materialkosten ja - ein DIY-Ausbau kann ab 10.000 Euro realisiert werden, während professionelle Ausbauten bei 40.000 Euro und mehr liegen. Rechnet man die eigene Arbeitszeit mit ein, schrumpft der Vorteil erheblich. Die ehrliche Antwort hängt davon ab, was die eigene Stunde wert ist.

Ab wann lohnt sich ein eigenes Wohnmobil gegenüber Mieten?

Erst ab etwa 4 bis 9 Wochen jährlicher Nutzung wird ein eigenes Wohnmobil günstiger als Mieten. Bei laufenden Kosten von über 800 Euro monatlich für Versicherung, Stellplatz und Wertverlust braucht es eine regelmäßige Nutzung, damit sich die Investition rechnet.

Welche versteckten Kosten gibt es neben dem Material?

Neben den Opportunitätskosten der Arbeitszeit fallen weitere oft übersehene Posten an: Werkzeug-Anschaffungen, Fehlkäufe durch mangelnde Erfahrung, Mietkosten für eine Garage oder Werkstatt, und der Wertverlust des Basisfahrzeugs während der Ausbauzeit.

Quellentypen

Studie
Wissenschaftliche Studie oder Review
Tradition
Wissen aus traditioneller Medizin (TCM, Ayurveda, Naturheilkunde)
Autorenmeinung
Persoenliche Einschaetzung oder Interpretation
Mechanismus
Biologischer oder biochemischer Wirkungsmechanismus
Erfahrung
Erfahrungsberichte und Anwendungsbeobachtungen

Dieser Inhalt ersetzt keine ärztliche Beratung. Frage deinen Arzt oder Apotheker.

Prism — Persönliche Recherche-Dokumentation

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